Wie man eine Rede hält

Viel besser geht’s nicht: Marlon Brando als Mark Anton in “Julius Caesar” von Shakespeare.  Cäsar ist gerade ermordet worden. “Bei Caesars Leichnam schüttelt Antonius den Verschwörern ihre blutigen Hände. Dann aber bittet er Caesars Geist um Verzeihung, dass er mit den Verschwörern Frieden geschlossen hat. Entgegen dem Rat des Cassius gibt Brutus einer Bitte Mark Antons nach, den Leichnam zum Forum bringen zu dürfen und dort vor versammelter Volksmenge zu reden. Nach Brutus’ Eröffnungsworten hält das Volk Caesar für einen Tyrannen und die Tat für gerechtfertigt. Dann aber beginnt der im Stück bisher als Opportunist gezeichnete Mark Anton in Anwesenheit mehrerer Verschwörer eine Brandrede gegen Brutus. Er erinnert das Volk zunächst daran, dass er Caesar dreimal die Krone angeboten, Caesar jedoch dreimal abgelehnt habe, weint dann vor dem gerührten Volk und fährt fort: “He was my friend, faithful and just to me: / But Brutus says he was ambitious; / And Brutus is an honourable man.” Dann zeigt er Caesars Leichnam. Mit rhetorischem Geschick gelingt es Antonius endlich, das Volk zum Aufstand gegen die Verschwörer und zur Mordbrennerei anzustiften. Brutus und Cassius fliehen aus Rom.” (Aus der Wikipedia)

Eine Riesen-Rede, in der der Redner sehr geschickt die eigenen Emotionen einsetzt, um Emotionen bei seinen Zuhörern zu wecken.

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